Juni 29, 2009 von barboraneversil
Am 13. Juni hat der Kantonalverband Berner Vogelschutz BVS sein 20jähriges Bestehen gefeiert – und lud dazu gleich den obersten Natur- und Vogeslchüzter des Kantons, Regierungsrat Andreas Rickenbacher nach Uettligen auf den Biohof Schüpfenried ein. Rickenbacher wusste als ehemaliger Pro Natura Seeland-Präsident von was die Rede war, als BVS-Präsidentin Theres Keller in ihrer Ansprache den gesamtheitlichen, modernern Schutzgedanken (Lebensräume) erläuterte. Der BVS und seine Sektionen wollten auch künftig positive Spuren in der Landschaft hinteralssen, weiter wachsen und in Sachen Natur- und Vogelschutz als kompetente Ansprechpartner noch mehr anerkannt werden. Rickenbacher würdigte vor den versammelten Sektionspräsidenten und insgesamt gut 80 Personen die beharrliche und wichtige Arbeit des BVS. Es brauche sie samt den Sektionen, denn alleine könne der Kanton die ihm aufgetragenen Arbeiten nicht bewältigen. Nach einem herrlichen Mittagessen (alles in Bioqualität) in der Hostet des Biohofes Schüpfenried (Küchenteam Ruedi Wüthrich) zog der Regierungsrat strammen Schrittes und mit Panama-Hut gegen die Hitze geschützt, zum Pflanzplatz der Jubiläumseiche. Dort war alles schon bestens vorbereitet durch BVS-Ehrenpräsident und Baumexperte Martin Müller, den Biobauern Fritz Sahli, NVW-Präsident Peter Fluri und Vorstandsmitglied Martin Ruchti. Nach den ersten, feierlichen Spatenstichen durch Rickenbacher und BVS-Präsidentin Keller liessen es sich die Sektionspräsidenten nicht nehmen, auch mit anzupacken! Die schöne undstattliche Jubiläumseiche wird es hoffentlich mit schönem und kontinuierlichem Wachstum danken.
Anschliessend wurde die Gästeschar von Peter Fluri und seinem Team durch die Landschaftskammer Falkwil und deren verschiedene Anschauungsposten geführt (Kreuzkrötenweiher, Hecken, extensive Wiesen, Buntbrachen). Gut sichtbar wurde dort, was Vernetzung bedeutet: Vernetzung der verschiedenen Elemente in der Landschaft und genauso wichtig: Vernetzung unter den verschiedenen beteiligten Personen wie den Landbesitzern, dem Natur- und Vogelschutzverein, der Landschaftskommission, der Gemeinde, dem Kanton.
Nach dem Rundgang gab es im Obstgarten unter schattigen Sonnenschirmen noch Gelegenheit, diese Vernetzung unter den mittlerweile 20 Sektionen des BVS noch zu vertiefen und angeregte Gespräche zu führen. Den Durst konnten die Gäste mit Hochstamm-Most von Fritz Sahli löschen. Ein gelungener Grossanlass, der Allen sicher in bester Erinnerung bleiben wird.
Fotos: www.birdlife.ch/nvw Rubrik Bilder oder Rubrik Berichte.
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Juni 22, 2009 von barboraneversil
Der heutige Tag hatte es in sich: die ganze (oder fast) Belegschaft der SVS-Geschäftsstelle war auf ihrem jährlichen Betriebsausflug. Unsere Aufmerksamkeit galt dem Farnsberg, nicht nur der eindrücklichen Burgruine, sondern dem „Obstgarten Farnsberg, einem Programm zugunsten der Vögel, an dem sich über 20 Bauernbetriebe beteiligen! Besonders beeindruckt hat mich die überdurchschnittlich abweschslungsreiche Landschaft (reich strukturiert heisst es da im Jargon), die voll tragenden Hochstamm-Kirschbäume und die Würde, die sie ausstrahlen. Wunderschön auch die nicht gedüngten Wiesen mit ihrer Vielfalt an blühenden Pflanzen und einer ebensolchen Vielfalt an Schmetterlingen, die sich in diesem Paradies tummeln. Das tut auch uns Menschen gut. Und für mich überraschen konnte ich sogar einen Gartenrotschwanz sichten, den Vogel des Jahres! Hier in diesen Obstgärten rund um den Farnsberg und auf dem Hof Baregg würde es auch mir gefallen. Weiterlesen »
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März 20, 2009 von barboraneversil
Diese wilden Krokuse blühen im Garten von Ruth und Rainer. Der Frühling ist da und heute am 21. März darf er mit dem astronomischen Frühlingsanfang sogar offiziell kommen. Am Morgen ist es schon hell, die Bienen sind fleissig und die Vögel zwitschern und singen um die Wette. Heute rund ums Haus beobachtet: Zeisige (1 Paar, 4 Weibchen), Schwanzmeisen, Baumläufer, Kleiber, Amseln, Blaumeisen, Grünfinken, Kohlmeisen, Rabenkrähen, Kolkraben (Spielflug mit Ästchen).
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Februar 22, 2009 von barboraneversil
Heute schneite es praktisch den ganzen Tag, ganz dick. Kein Grund zu Hause zu bleiben und den Winterschlaf fortzusetzen. Vielmehr war frische, sauerstoffreiche Waldesluft angesagt. Die Wald- und Zoopädagogin Marlis Labudde (ja, die mit dem Filzhut und dem Waldkauzruf) führte uns angehende Exkursionsleitende in und durch den Gurtenwald: Der Wald als Haus mit BewohnerInnen auf allen Stockwerken. Die Fachfrau zeigte uns, was es alles trotz des frisch gefallenen Schnees an Spuren zu entdecken gibt, und das mit allen Sinnen. Gross und klein machten gerne mit und staunten. Wer wusste schon, dass Rehe auf dem Mittel- und Ringfinger laufen, und dass ein Dachs im vergleich zum Fuchs geradezu ein Saubermann ist? Ich freue mich schon auf den nächsten Waldbesuch und das Spurensuchen und -lesen.
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Februar 22, 2009 von barboraneversil
Neulich am Rheinfall in Schaffhausen/Neuhausen: Hier trifft das Wasser in zwei seiner Formen aufeinander: Fest (gefroren als Eis) oder Flüssig als Strom aufeinander. Die zarten Frostbilder sind von Hinterkappelen und gehören wie Schnee auch wohl zur Kategorie gefroren.
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Februar 10, 2009 von barboraneversil
Und es ward Licht, auch wenn es garnicht sein sollte, nämlich mitten in der Nacht. Und dann erst noch nicht zu knapp, wie hier das Westside in Bern unten rechts. Kilometerweit strahlt die Kunstwelt in den Nachthimmel, gegen den Mond und die Venus. Das gefällt mir garnicht. Es raubt uns die Nacht und den Vögeln die Orientierung. Insektenforscher könnten da auch noch einiges beitragen zur Diskussion. Im Vordergrund die Lichter der Aumattsiedlung und diejenigen des Stägmattstegs über die Aare. Wenigstens strahlen die nicht so weit in die Höhe.
Übrigens: Auch schon gehört vom Vogel des Jahres 2009: Es ist der Gartenrotschwanz. Ein toller Kerli, nicht nur wegen seinem Äusseren (wann ist jeztt schon wieder die Mister Schweiz Wahl …), sondern auch wegen des schönen Gesangs – und wegen der bemerkenswerten Zugleistung. Der Gartenrotschwanz macht sich nun von den Westafrikanischen Savannen auf den Weg zu uns. Wer kennt die Distanz? Ganze 6′000 Kilometer sind es. Diese legt der Gartenrotschwanz, selber nur 14 Gramm schwer (in meiner beliebten Umrechnungseinheit Zuckerwürfel macht das gerade 3 Stück Zuckerwürfel), bis im April zurück. Dann dürfen wir ihn mit etwas Glück wieder bei uns erwarten. Wenigstens dort, wo er noch seinen Lebensraum hat. Mehr dazu: www. birdlife.ch
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Januar 25, 2009 von barboraneversil
Am Wochenende hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit dem Städtchen Altstätten im St.Galler Rheintal im Nordosten der Schweiz einen Besuch abzustatten. Und ich war „very pleased“: Es ist ein schmucker, lebendiger Ort, wo sich die Leute auf der Strasse treffen, plaudern, einkaufen, spazieren. Neben Highlife gibt es im ehrwürdigen Altstätten auch Birdlife und zwar an ganz überraschenden Orten. Die schönste Beobachtung konnte ich im Schaufenster der „Gwundernase“, dem Geschäft von Frau Keel machen. Da stehen wunderschön inszeniert futuristische Futterkästen, schöne Meisenknödelhalter aus Naturholz und wunderbare, phantasievolle Astvögel. Diese zauberhaften Vögel hat ein Herr Jud aus Mels angefertigt, erzählt mir Frau Keel. Herr Jud sei Instrumentenbauer und wenn es im Sommer zu feucht sei, um mit dem Instrumentenholz zu arbeiten, so mache er diese Vögel. Mich beeindruckt, dass jedes Exemplar ganz anders ist und jedes einzelne wirklich lebending wirkt. Ein Vogel hat eine Brust mit Flechten, sodass er aussieht wie ein aufeplusterter Kampfläufer. Ein anderer ist so frech verdreht, dass ich sofort den Wendehals erkenne. Wenn ich mal Zeit und Lust habe, so stelle ich auf meinem Blog ein paar dieser Wundervögel aus. Denn ich habe einige mit nach Hause genommen. Übrigens wunderschön verpackt und mit echten Efeublättern und Beeren verziert, passender könnte es nicht sein.
Eine weitere unerwartete Vogelbeobachtung machte ich im Früchtekorb des Hotels Sonne: Eine knallorange Mandarine ist mit dem Kleber „Rotkehlchen“ versehen. Erst als ich diese Zeilen schreibe, verstehe ich den Zusammenhang: Orange Frucht, orange Brust. Na also.
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Januar 25, 2009 von barboraneversil
Schon wieder Raben, aber was für welche: Dieser lebt in einem Treppenhaus im Kanton Bern – und schaut kritisch durch seine Brille auf den Maggi-Suppenwürfel. Ja, es ist der richtige – sowohl der kluge Rabe, wie auch der gute Fleischsuppenwürfel aus Kemptal. Es rääbelet so richtig – oder hat jemand etwas von räblet gesagt?
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Januar 23, 2009 von barboraneversil
Gestern auf der Heimreise am Bahnhof Bern – ich warte auf mein Postauto und werde dank eines Werbeplakats und einer Spiegelung plötzlich mit tiefgreifenden Zeitfragen konfronitert. Gibt es nur einen Ort, an dem ich möchte, dass die Zeit stillsteht? Möchte ich überhaupt, dass die Zeit stillsteht …? Am Bahnhof sicher nicht. Zum Glück kommt bald das Poschi, auf die Zeit, und es geht die letzte Strecke heimwärts, in die „Pampa“ hinter dem Bremgartenwald.
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Januar 20, 2009 von barboraneversil
Heute Mittag gab es einen Überraschungsgast am „Mittagstisch“: Eine Heckenbraunelle kam zum Futtern, wahrscheinlich wollte sie meine ornithologischen Kenntnisse testen …. aber es war eine. Sie war sogar kräftiger ausgefärbt als das Exemplar auf dem Foto und sehr gefällig anzusehen. Vor lauter Schreck wagte ich mich nämlich nicht, mich zu bewegen und den Fotoapparat zu holen.
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